Skip to main content

Richtig Lüften und Heizen bei Hausmilben

Lüften bei Milbenallergie ist wichtig

richtig Lüften und Heizen ist bei Hausstaubmilbenallergie wichtig | depositphotos @ monkeybusiness

Hausstaubmilben lieben Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie in diesem Artikel über Hausstaubmilben auch nachlesen können. Bevorzugt werden hierbei Temperaturen jenseits der 20° Celsius, am besten sogar zwischen 25° und 30 °C, sowie auch eine hohe Luftfeuchtigkeit jenseits der 75 %. In diesem Artikel wollen wir kurz erklären, wie Sie durch cleveres Heizen und Lüften im Sommer und Winter die Lebensbedingungen der Hausmilben verschlechtern und somit die Population geringer halten können.

Richtig Heizen

Mal abgesehen davon, dass bereits 1 °C weniger Wärme im Zimmer (genauer: die Raumtemperatur) die Heizkosten dieses Zimmers um bis zu 6 % senken kann, hilft ein kühles Zimmer auch, die Milbenpopulation zu unterdrücken.

Wie wir wissen halten sich die meisten Milben in einer Wohnung/einem Haus im Schlafzimmer auf. Im Bett ist es durch die Körperwärme mehrere Stunden pro Nacht schnuckelig warm und Atemluft und Schweiß sorgen für eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine feuchte Matratze. Kein Wunder, dass in einer einzigen Matratze bis zu 1,5 Millionen Hausstaubmilben leben können. In einem Standard-Doppelbett sprechen wir dann schon von 3 Millionen Hausstaubmilben und zusätzlich den Milben, die in Kopfkissen, Bettdecke und Bettwäsche leben.

Aus diesem Grund sollte ein Schlafzimmer nur auf ca. 18 °C (in der Nacht auch gerne nur 16-17 °C) beheizt werden.

Richtig und falsch Lüften

Falsches Lüften

Häufig wird morgens, nach dem Aufstehen, das Fenster in Kippstellung gebracht und das Schlafzimmer über Stunden hinweg so gelüftet. Doch genau dieses Lüftungsverhalten ist verkehrt. Nicht nur, dass die Wärme des Zimmers aus dem Fenster entweicht, was hohe Energiekosten mit sich führt, auch die feuchte Luft im Schlafzimmer wird nur langsam ausgetauscht.

Richtig Lüften

Wenn Sie nun hören, dass stundenlanges Lüften in Kippstellung falsch ist, so heißt das nicht, dass Sie nun weniger lüften sollen. Vielmehr müssen Sie Ihr Lüftungsverhalten ändern: Öffnen Sie mehrmals am Tag die Fenster sperrangelweit und sorgen Sie für einen großen Luftaustausch. Dieses Lüften sollte 5-10 Minuten andauern. In diesem Zeitraum ist ein vollständiger Luftaustausch gewährleistet und die frische Luft kann direkt die Feuchtigkeit der Matratze wieder aufnehmen. Ein Stoßlüften in Form von Durchzug verkürzt die Zeit auf ca. drei bis fünf Minuten.

Um Energie zu sparen regeln Sie für die Zeit des Lüftens die Thermostat an den Heizkörpern vollständig runter.

Zusammenfassung

Ordentliches Lüften in Form von Stoßlüften /Durchzug und eine niedrige Temperatur im Schlafzimmer im Winter sorgen dafür, dass sich Hausstaubmilben nicht besonders wohl fühlen. Frische Luft kann die Feuchtigkeit der Matratzen gut aufnehmen und bei kalter Luft vermehren sich die Hausstaubmilben deutlich langsamer.

Ebenfalls interessant: