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Was sind Hausmilben bzw. Hausstaubmilben?

Wer Hausstauballergiker ist, hat ein großes Problem mit Hausmilben, bzw. Hausstaubmilben. Die Allergie gegen Hausstaub, bzw. gegen Hausstaubmilben, verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Sue ist, nach der Blütenpollenallergie, die zweithäufigste Allergie.

Ausgelöst wird sie durch Milbenkot, also den Exkrementen der Hausmilben, ausgelöst. Wir beleuchten das Thema genauer:

Render von einer Hausmilbe

3d Render von Hausmilben | © panthermedia.net / 3dmentat

Was sind (Hausstaub-) Milben?

Milben (lateinisch: Pyroglyphidae) zählen zu den Spinnentieren. Entgegen der landläufigen Meinung sind Spinnentiere übrigens nicht nur das, was wir im herkömmlichen Sinne unter Spinnen verstehen. Also die achtbeinigen Tierchen, die zumeist Netze weben und auf Beute lauern. Stattdessen gehören zum Beispiel auch Skorpione, Milben, Zecken und Weberknechte zu den Spinnentieren.

Beschreibung der Hausmilben

Die Hausmilbe (Dermatophagoides) nun gehört als eine Gattung der Milben ebenfalls zu den Spinnentierchen. Tatsächlich aber gibt es nicht die eine Hausstaubmilbe, sondern es sind bisher annähernd 50 Vertreter der Milbe bekannt, von denen gut ein Dutzend in Hausstaub leben (Quelle: Wikipedia).

Für Europa sind die häufigsten Hausstaubmilben diese drei:

  • Dermatophagoides pteronyssinus
  • Dermatophagoides farinae
  • Dermatophagoides microceras

Größe und Aussehen

Vor allem die ersten beiden Milbenarten machen den Menschen das Leben in Europa schwer. In einem Gramm Staub leben mehrere Tausend, bis hin zu ca. 15.000 Hausstaubmilben. Mit gerade einmal 0,1 Millimeter bis höchstens 0,5 Millimeter Größe sind sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Unter dem Mikroskop hingegen erkennt man die Milben und ihre charakteristischen Kieferklauen gut.

Lebensdauer

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hausmilben liegt bei circa einem Monat. Allerdings können sie unter besonders guten Bedingungen auch mehr als das 3-fache Alter erreichen, nämlich bis zu 100 Tage.

Ernährung

Hausmilben ernähren sich zum größten Teil von Hautschuppen. Der gesunde Mensch verliert rund 2 Gramm Hautschuppen am Tag. Das ist, bezogen auf eine Milbenpopulation, ausreichend für Hunderttausende bis Millionen von Milben. Einen kleinen Teil des Speiseplans machen aber auch Schimmelpilze aus, die zur Vorverdauung der Hautschuppen benötigt werden.

Lebensraum

Bis auf sehr wenige bekannte Ausnahmen (z.B. Vogelnester) ist die Umgebung im Freien für die Milbe lebensfeindlich. Aus diesem Grund finden sich die Hausmilben vor allem in menschlichen Wohnungen. Alleine der Besuch durch Menschen reicht aus, um eine Wohnung neu zu besiedeln. In der Regel finden sich immer Milben, die mit der Kleidung verschleppt werden.

Da die Hausstaubmilben eine höhere Luftfeuchtigkeit (je nach Art 70-80% relative Feuchte) und Wärme (25- 30 Grad Celsius) bevorzugen, ist innerhalb der Wohnung das Bett, genauer Matratze, Kopfkissen und Oberbett, der bevorzugte Lebensraum der Hausstaubmilbe. Häufig finden sich bis zu 1,5 Millionen Hausmilben in einer einzigen Matratze.

Wichtig zu wissen ist, dass die Hausmilben auch an anderen Orten zu finden sind: langflorige Teppiche und Couchgarnituren aus Polsterstoff seien hier genannt.

Allergieauslöser

Die Hausstaubmilbe selbst löst keinerlei Allergien aus. Sie beißt nicht und verspritzt kein Gift. Die allergische Reaktion kommt von dem Kot der Milben, welcher Eiweiße enthält. Eine einzelne Milbe produziert in ihrem kurzen Leben rund das 200-fache ihres eigenen Gewichts an Kot. Stellt man sich nun vor, dass in einer Matratze durchaus mehr als 1 Million Milben leben, so kann man sich vorstellen, welche Mengen Milbenkot in einer Matratze zu finden ist.

Der Kot der Hausstaubmilbe zerfällt, sobald getrocknet, in kleinste Staubpartikel. Diese Partikel verbinden sich mit dem Hausstaub und wirbeln durch die Luft. Wenn nun ein Allergiker diese Partikel ganz normal einatmet, dann kommt es zu den typischen Reaktionen. Die Nase fühlt sich „zu“ an, die Augen sind gerötet und man verspürt einen Niesreiz.

Wer dies Hausstauballergie und vor allem die Hausmilben nicht konsequent angeht, der läuft Gefahr, dass die einfache Allergie auch auf die Lunge schlägt. Man spricht dann in der Regel von allergischem Asthma und nennt den Übergang der Allergie auf die Bronchien „Etagenwechsel“.

Zusammenfassung

Unscheinbar klein und für das Auge unsichtbar ist die Hausstaubmilbe selbst eigentlich ungefährlich. Der Kot der Milbe allerdings kann schwere Allergien und allergisches Asthma auslösen. Lesen Sie darum auf unseren Ratgeberseiten, was Sie gegen die Hausstaubmilbe unternehmen können.


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