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Als Allergiker in den Urlaub

Allergiker mit Koffer

Als Allergiker verreisen ist nicht immer einfach | depositphotos © nd3000

Als Allergiker hatte man es bisher nicht leicht. Kaum eine Ferienwohnung, Hotel, Hostel oder auch Pension war auf die Bedürfnisse von Allergikern ausgerichtet. Zum Beispiel ist oft vor der Buchung die Erlaubnis für Hunde im Zimmer nicht auf einen Blick erkennbar. Wer dann als Allergiker in ein Zimmer kommt, in dem noch Hundehaare auf dem Teppich sind und es nach Hund riecht, der hat unter Umständen ein echtes Problem. Oft sind die Matratzen nicht ausreichend gegen Hausstaubmilben geschützt oder direkt unter dem Fenster sind Blumen mit hohem Allergiepotential gepflanzt. Die Liste möglicher Gefahren für Allergiker ist lang und immer noch nehmen viele Allergiker ihre Allergie häufig nicht ernst und schlucken im Bedarfsfall lieber einfach ein schnelles Medikament.

Der Allergie-Tourismus wächst

Glücklicherweise wird die Reisebranche langsam wach, was ja auch kein Wunder ist. Gut ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland und anderen Ländern wird inzwischen von Allergien geplagt. Entsprechend hoch ist der Markt für entsprechende Mittel. Sei es Medikamente oder auch Hilfsmittel gegen Hausstauballergien, etc. Und auch die Reisebranche wittert inzwischen mit speziellen Angeboten für Allergiker ein weiteres Geschäftsfeld. Viele Hoteliers und Vermieter sind inzwischen auch dazu übergegangen, die Unterkunft etwas allergiefreundlicher zu gestalten (z.B. mit milbendichten Matratzenüberzügen, Hundeverbot (bzw. speziellen Zimmern für Hundehalter), Kunstblumen am Frühstückstisch, allergiearmen Nahrungsmittel, usw.

Verschiedene Allergien bedeuten verschiedene Reiseziele

Strandkorb auf Borkum

Borkum mit seinem Hochseeklima ist ideal für Allergiker | depositphotos © ivonnewierink

Wer unter besonders schlimmen Allergien leidet, der sollte unter Umständen sein Reiseziel anhand der Allergie wählen. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten. Wer besonders allergisch gegen Tiere ist, sollten den Bauernhof meiden. Wer gegen Frühblüher allergisch ist (z.B. Erle, Hasel oder Birke), der sollte seinen Urlaub nach hinten ins Jahr legen oder an die Nord- oder Ostsee fahren. Hier bläst der Wind einen Großteil der Pollen ins Landesinnere, weg von der Küste. Diese beiden Küstenregionen sind übrigens auch für Neurodermitiker besonders interessant. Die salzhaltige Luft und die Sonne tun der Haut besonders gut. Die Insel Borkum (westlichste Insel der ostfriesischen Nordsee) mit ihrem Hochseeklima zum Beispiel wurde zur ersten allergikerfreundlichen Insel gekürt.

Insgesamt kann man sagen, dass ein Allergiker den Auslösern der Allergie aus dem Weg gehen sollte. Dies geht durch Verschiebung der Reise in eine pollenfreie Zeit, durch Auswahl der entsprechenden Ziele (Wüstenregionen, Küste, Berge) und durch sorgfältige Auswahl der richtigen Unterkunft.

Welche Reiseziele sind für Hausstauballergiker ideal?

Als Hausstauballergiker sollten man sich den Auslösern der Hausstauballergie, also den Hausstaubmilben, bewusst sein. Da Hausstaubmilben ab einer Höhe von 1500 Metern über NN praktisch nicht mehr vorkommen, kann es sinnvoll sein, das nächste Reiseziel in die Berge zu verlegen. Da Hausstauballergiker oft auch unter anderen Allergien, wie Gräser und Pollen leiden, kann auch ein Aufenthalt an Nord- oder Ostsee Linderung verschaffen. Insbesondere, wenn man unseren Artikel „Mit Hausstauballergie verreisen“ beachtet und entsprechende Vorkehrungen trifft.

Zusammenfassung

In der letzten Zeit lässt es sich als Allergiker deutlich leichter verreisen. Viele Anbieter haben die Probleme diverser Allergien erkannt und bieten Lösungen an. Wer dann noch sein Reiseziel auf die Allergie abstimmt, der sollte den Urlaub so genießen können, wie es ihm zusteht.

 

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