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30 Tipps rund um Hausstaubmilben und andere Allergien

Allergien nehmen bereits seit vielen Jahren immer mehr zu. Dabei sind es nicht nur Allergien gegen Gräser und  Pollen, sondern auch gegen Lebensmittel, (Schimmel-) Pilze, Arzneimittel, Tierhaare, Metalle und Hausstaubmilben, die den Menschen plagen. Selbst gegen die Sonne haben bereits viele Leute eine Allergie bzw. eine Überempfindlichkeit entwickelt.

hausstaubmilbe

Eine Hausstaubmilbe (am Computer erstellt) © depositphotos.com | @ 3dmentat

Gesundheitliche Gefahr durch Hausstaubmilben

Mehr als 10% der Deutschen leiden unter einer Hausstaubmilben-Allergie und sind potentiell gefährdet, weitere Folgekrankheiten zu bekommen.

Zu diesen Folgekrankheiten gehören zum Beispiel die Allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen), eine Nasennebenhöhlenentzündung, Heuschnupfen (allergische Rhinitis), sowie eine Luftröhrenentzündung. Durch einen Etagenwechsel, bei dem die Allergie von den oberen Atemwegen auf die Lunge umschlägt, kann sich außerdem ein allergisches Asthma bronchiale entwickeln.

Darüber hinaus wird inzwischen vermutet, dass eine Allergie gegen Hausstaub eine chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD) durchaus auslösen bzw. verschlimmern kann, wie man hier nachlesen kann.

Hausstaubmilben bekämpfen

Zuerst die schlechte Nachricht: die Hausstaubmilben werden Sie keinesfalls vollständig in Ihrem Haus bzw. Ihrer Wohnung ausrotten können. Es gilt daher, die Anzahl der kleinen Spinnentierchen möglichst gering zu halten und dafür zu sorgen, dass sie sich nur schwer vermehren können.

Darüber hinaus gilt es, die Belastung durch Hausstaub in der Wohnung möglichst gering zu halten. Dies ist wichtig, da sich der Kot der Hausstaubmilbe mit dem Staub verbindet und durch den Allergiker eingeatmet wird. Genauer gesagt, zerfällt der eiweißhaltige Kot der Milbe in kleinste Partikel, die durch jeden Luftzug aufgewirbelt werden. Diese Partikel verbinden sich mit dem normalen Staub, der in jeder Wohnung vorherrscht.

So, nun genug Informationen über Hausstaubmilben. Jetzt kommen wir zu den 30 besten Tipps bei einer Allergie gegen Hausstaub:

Im Schlafzimmer Milben bekämpfen:

  • Kaufen Sie spezielle Allergikermatratzen. Diese hochwertigen Matratzen (z.B. aus Kaltschaum) verhindern das Festsetzen von Milben zuverlässig. Bei einem Doppelbett müssen beide Matratzen entsprechend als Allergikermatratzen angeschafft werden. Wir empfehlen, sich für Allergiker Matratzen bei BettenRiese.de umzusehen. Eine große Auswahl und faire Preise überzeugen.
  • In Verbindung mit den Allergikermatratzen verwenden Sie einen hochwertigen Überzug für die Matratze. Diese sogenannten Encasings (milbendichte Matratzenbezüge) umschließen die Matratze so dicht, dass so gut wie keine Allergene hindurch kommen.
  • Ein Satz dieser Überzüge wird alle 10 Jahre von den Krankenkassen bezahlt, wenn Sie ein Rezept vom Facharzt (Lungenfacharzt, Allergologe) vorlegen können.
  • Die Bettwäsche sollte hochwertig sein und eine Füllung aus Daunen haben. Federn sind für Allergiker nicht geeignet.
  • Auch für die Bettwäsche gibt es Encasings, die Sie verwenden sollten.
  • Entfernen Sie alle weiteren Dinge, wie z.B. weitere Kissen oder Stofftiere aus dem Bett.
  • Waschen Sie die Bezüge der Bettwäsche, sowie auch das Laken, nach Möglichkeit einmal pro Woche. 95 Grad Celsius wäre optimal, 60 Grad Celsius sollten es mindestens sein.
  • Die Bettwäsche selbst sollte alle 4-6 Wochen gewaschen werden. 60 Grad sind auch hier optimal.
  • Die Encasings hingegen sollten nur 2-3x im Jahr gewaschen werden. Mit jedem Waschen werden die Encasings etwas durchlässiger und verlieren an Wirkung.
  • Nach 8-10 Jahren müssen die Encasings ersetzt werden. Besser für die Gesundheit ist es, diese alle 5 Jahre zu ersetzen. Leider müssen Sie dann jedes 2. Mal die Kosten selbst tragen, da die Krankenkasse die Leistung nur alle 10 Jahre übernimmt.
  • (Bett)-Wäsche, welche nicht waschbar ist kann man für 48 Stunden in die Tiefkühltruhe legen. Mindestens -18 Grad sind Pflicht.
  • Milben lieben Feuchtigkeit. Lüften Sie das Bett nach dem Schlafen gründlich. Optimal ist, die Decke den gesamten Tag aufgeschlagen zu lassen. Ein gemachtes Bett ist nicht allergikerfreundlich.
  • Aus dem gleichen Grund sollte das Bett unten offen sein. Die modernen Boxspringbetten und geschlossene Bettkästen verhindern das Lüften der Matratze von unten. Optimal sind 4 Beine und ein glatter Boden unter dem Bett, den man regelmäßig wischen kann.
  • Vermeiden Sie starkes Schwitzen im Bett, da die Feuchtigkeit den Milben zu Gute kommt. Senken Sie im Winter des Nachts die Temperatur und verwenden Sie im Sommer eine dünne Decke.
  • Schlafen Sie nicht nackt oder nur in Unterwäsche. Ein dünner Schlafanzug absorbiert den Nachtschweiß, so dass weniger in die Matratze gelangt.
  • Haustiere gehören nicht ins Schlafzimmer. Auch nicht tagsüber.

Wohnräume

  • Lüften Sie mehrmals pro Tag. 3-4x täglich per Durchzug (alternativ mindestens Stoßlüften) ist optimal.
  • Offene Schränke haben viele Oberflächen, wo sich Staub absetzen kann. Bei einem Luftzug wirbelt dieser Staub auf und wird vom Allergiker eingeatmet. Erwerben Sie spätestens beim nächsten Möbelkauf geschlossene Schranksysteme.
  • Auch wenn Teppiche Staub binden, sind gerade hochflorige Teppiche nicht für Allergiker geeignet. Wenn Sie bei der nächsten Renovierung auf glatte Böden umstellen (Laminat, Parkett, Fliesen, PVC), wird es Ihnen die Allergie danken.
  • Regelmäßiges Staubwischen ist Pflicht. Der Staub muss aufgenommen werden und nicht nur mit einem Staubwedel aufgewirbelt und in der Luft verteilt werden.
  • Ein elektrischer Luftreiniger mit Filtersystem ist Gold wert. Leider sind diese Geräte nicht billig und die Kosten für Ersatzfilter und Strom müssen auch berücksichtigt werden.
  • Vorhänge, Dekoartikel und anderer Nippes sind wahre Staubfänger. Reduzieren Sie diese Gegenstände. Ein schönes Bild an der Wand kann genauso gut wirken, wie eine Skulptur oder ein Trockenblumenstrauß, nimmt aber nur einen Bruchteil an Staub auf.
  • Polstermöbel sind wahre Staub- und Milbenfänger. Überlegen Sie, auf Leder oder Kunstleder zu wechseln.
  • Möbel sollten ein paar Zentimeter von der Wand weg stehen. So kann die Luft zirkulieren und sich weniger Schimmel (Milben brauchen auch Schimmel als Nahrungsbestandteil) bilden.
  • Wischen Sie Ihre Fußböden alle 1-2 Tage. Das Wasser bindet den Staub, welcher nicht mehr aufgewirbelt werden kann.
  • Wenn Sie Staubsaugen, verwenden Sie einen Staubsauger mit HEPA Filter. Dieses Filtersystem sammelt auch feinste Stäube, was die Allergiebelastung deutlich reduziert.
  • Fragen Sie Familienmitglieder, ob diese das Saugen und Wischen übernehmen, oder leisten Sie sich eine Putzhilfe. Gerade beim Staubwischen und Saugen wird viel Staub herumgewirbelt. Ist beides nicht möglich, sollten Sie sich aus der Apotheke oder dem Baumarkt eine Feinstaubmaske besorgen.
  • Lassen Sie den Staubsauger unbedingt durch Dritte leeren.
  • Behandeln Sie Polster und Matratzen mit Neem-Öl / Niem-Öl. Dieses wird aus dem Neembaum gewonnen und hilft gegen Milben.
  • Nehmen Sie auf Reisen eine Notfall-Apotheke mit. Diese sollte Allergiemittel und Nasenspray beinhalten. Ein milbendichtes Bettlaken (Reise-Encasing) rundet die Urlaubsfahrt ab.

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Tipps eine kleine, aber wertvolle Übersicht zum Thema Hausstauballergie / Hausstaubmilben an die Hand gegeben haben. Vielleicht drucken Sie sich als Hausstauballergiker diese Liste einfach aus, um am Anfang immer mal schnell die nötigen Schritte nachschlagen zu können.

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