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Luftwäscher im Wohnzimmer

Ein Luftreiniger hilft bei Hausstauballergie – © depositphotos.com @ magraphics

Wer sich einmal auf den Seiten des Umweltbundesamtes umsieht, der findet zahlreiche Informationen über die Luftqualität in geschlossenen Räumen. Generell kann man sagen, und so wird es auch immer wieder durch Studien belegt, ist Luft in geschlossenen Räumen häufig schlechter. Dies liegt an geringer Zirkulation im Innenraum, sowie an der Tatsache, dass sich Partikel und Schadstoffe sammeln. In diesem Artikel klären wir, wie Luftreiniger die Luft verbessern können und auch bei Asthma, Allergien und Hausstaubmilben helfen können.

Die Luft wird immer schlechter

Industrie, Verkehr und andere Emissionsquellen verteilen täglich tonnenweise an Feinstaub und anderen Partikeln, sowie auch chemischen Gasen, in der Luft. Gleichzeitig verteilt die Natur insbesondere im Frühjahr und Sommer ihre Pollen. Diese Partikel und Stäube dringen in den Innenraum, wo sie sich in der Raumluft verteilen und auf den Möbeln absetzen.

Innerhalb geschlossener Räume gibt es darüber hinaus weitere Quellen, die die Raumluft verschlechtern. Zigarettenrauch ist offensichtlich, aber an die Ausgasungen, die häufig bei neuen Möbeln austreten, denkt zum Beispiel niemand.  Dazu kommt gerade in den Innenräumen der allgegenwärtige Hausstaub, der sich mit dem Kot und den Überresten der Hausstaubmilbe verbunden hat. All das schädigt auf Dauer unsere Lungen.

Abhilfe durch Luftreiniger

Luftreiniger und Luftwäscher sind Geräte, die die Luftqualität in Räumen verbessern. Insbesondere für Allergiker, aber auch Menschen mit multipler chemischer Sensibilität (MCS-Krankheit), sind diese Geräte durchaus zu empfehlen. Vielfach trifft man hierzulande noch auf Ablehnung und hört: „so etwas brauche ich nicht!“. In diesem Punkt sind andere Länder, wie zum Beispiel die USA, Kanada aber auch Großbritannien schon deutlich weiter. Hier gehören Luftreiniger bereits ebenso in die Wohnung, wie es hierzulande der Staubsauger tut.

Was leistet ein Luftreiniger?

Besonders gut sind Luftreiniger darin, Staub und kleinste Partikel zu binden. Das ist ideal für Allergiker, unabhängig davon ob man Hausstauballergiker oder Pollenallergiker ist. Hausstaub und Pollen werden, je nach System, in einem Filter gefangen oder durch Wasser durchgeleitet und dort gebunden. Letztere Geräte heißen dann auch Luftwäscher.

Luftreiniger mit einem sogenannten HEPA-Filter versprechen, dass sie 99,9 % und mehr an Partikeln mit einer Größe von 0,3 µm aus der Luft entfernen können. Daher sind HEPA-Filter in den meisten Geräten Standard. Wir empfehlen, ein Gerät mit einem zusätzlichen Vor-Filter anzuschaffen, damit man den teuren HEPA-Filter nicht so häufig ersetzen muss.

Luftwäscher können nicht ganz so viel Staub entfernen. Dennoch haben diese Geräte durchaus ihre Berechtigung, insbesondere für Personen mit Heuschnupfen und Asthma. Die Luft wird zwar lediglich von Schimmelpilzsporen und Pollen, sowie auch etwas Hausstaub reduziert, aber insbesondere die Luftbefeuchtung durch den Luftwäscher wirkt bei Asthmatikern während der Heizperiode hustenreizstillend und wohltuend.

Bei chemischen Gasen sind Luftreiniger meistens nicht so gut. Obwohl es einige Profigeräte gibt, die auch chemische Stoffe teilweise filtern können, funktioniert dies nie vollständig. In der Regel ist weder bekannt, welche Stoffe sich gerade in der Luft befinden, noch halten solche Filtersysteme längere Zeit ohne aufwändige Wartung durch.

Darüber hinaus gibt es auch Hersteller, die ultraviolettes Licht als Reinigungsmethode anwenden. Es ist zwar anerkannt, dass UV-Licht sterilisieren kann, jedoch ist fraglich, ob das kurze vorbeiströmen der Raumluft tatsächlich ausreicht, um sie keimfrei zu machen. Unbedenklich ist diese Art der Reinigung jedoch auf jeden Fall.

Worauf sollte man bei einem guten Luftreiniger achten?

Wer Luftwäscher und Luftreiniger vergleicht, der wird schnell feststellen, dass Luftreiniger tendenziell teurer sind, als Luftwäscher. Dies liegt insbesondere in der Tatsache begründet, dass ein Luftreiniger komplexere Technik verwendet um die Luft zu reinigen. Entsprechend ist allerdings auch das Ergebnis in punkto Staubentfernung besser, so dass wir allen Hausstauballergikern einen Luftreiniger empfehlen.

Um einen guten Luftreiniger, zum Beispiel auf dieser Webseite, zu erwerben, muss man einige Dinge beachten:

  • Wie groß ist der Raum?
  • Wie laut ist das Gerät?
  • Wie hoch sind die Folgekosten (Filter und Energieverbrauch)?
  • Lässt sich das Gerät gut in andere Räume transportieren?

Gerade die Raumgröße ist für ein gutes Ergebnis entscheidend. Zu kleine Geräte führen dazu, dass das Ergebnis nicht das gewünschte sein kann. Optimal ist bei großen Räumen mit hohen Decken übrigens, zuerst das Raumvolumen auszurechnen (Zimmergröße x Höhe = Volumen). Dann achtet man darauf, dass das ausgewählte Gerät diese Menge rund zweimal pro Stunde an Durchfluss hat.

Die Lautstärke eines Gerätes ist wichtig. Auch wenn im Wohnzimmer der Geräuschpegel des Gerätes in der Regel nicht ganz so schnell als störend wahrgenommen wird, so stören solche Geräte im Schlafzimmer doch oft den Schlaf. Nur Geräte zwischen null und 10 dB sind fast nicht hörbar, bis 20 dB spricht man von leisen Geräten. Wir empfehlen, das Wunschgerät im Internet zu bestellen. Es ist so laut, so kann man immer noch das Widerrufsrecht ausüben.

Bei den Folgekosten sollten Sie insbesondere schauen, wie teuer sie das Wechseln des Filters kommt. Manche Anbieter verlangen zehn Euro, andere hingegen 30 € und mehr. Das kann dann schneller ins Geld gehen, als einem lieb ist.
Aber auch der Stromverbrauch eines Luftreinigers sollte berücksichtigt werden. Echte Stromfresser können schnell ins Geld gehen, wenn man bedenkt, dass der Luftreiniger das ganze Jahr über täglich laufen soll.

 

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